SumUp – der Durchbruch im Mobile Payment!?

von Dirk Freise

Seit heute ist es offiziell: Wir investieren in den Mobile Payment-Anbieter SumUp. Gemeinsam mit b-to-v Partners werden wir ab sofort als Lead-Investor agieren. In der aktuellen Finanzierungsrunde ist außerdem Tengelmann Ventures  mit am Start. Nach yuilop ist das unser zweites Invest, in das wir große Hoffnungen setzen.

SumUp orientiert sich am Vorbild von Square. Das innovative Unternehmen, gegründet vom Twitter-Erfinder Jack Dorsey, ist in den USA bereits seit 2009 unterwegs und ermöglicht inzwischen vielen kleinen Händlern und Anbietern von Dienstleistungen die unkomplizierte Abwicklung von Kartenzahlungen mittels eines kleines Hardwarezusatzes für Smartphones. Während Square jedoch allein auf Kreditkarten setzt, unterstützt SumUp auch die Zahlung mit EC-Karten – und ist damit perfekt auf den deutschen Markt zugeschnitten.

Bisher hat sich Mobile Payment noch nicht in Deutschland durchgesetzt. Das lag aus meiner Sicht vor allem der mangelnden Marktreife der bisherigen Produkte, den Sicherheitsbedenken der User und der nicht ausreichenden Verbreitung von Smartphones. Mit SumUp – da bin ich mir sicher – haben wir jetzt erstmals ein Angebot in Europa, das die vielen Skeptiker überzeugen und sich deswegen durchsetzen wird. Hinsichtlich der Produktentwicklung habe ich zumindest bis heute nichts ähnlich Ausgereiftes gesehen. Die nahezu vollständige Marktdurchdringung mit Smartphones ist aus meiner Sicht sowieso nur eine Frage der Zeit. Aber sicherlich verfügen wir heute mit mehr als 25 Millionen Smartphones in Deutschland über eine mehr als kritische Masse, die einem solchen Dienst eine vernünftige User Base bescheren wird.

Ich sehe die große Chance, dass sich SumUp als einer der führenden mobilen Bezahlanbieter etabliert. Bei einem Markt mit derart positiven Wachstumsaussichten, wäre damit schon viel erreicht. Ob Dönerladenbesitzer, Flohmarkthändler oder Yogalehrerin: SumUp wird dazu beitragen, dass sich die Zahl der Akzeptanzstellen für die bargeldlose Zahlung in Deutschland in den kommenden Jahr stark erhöht. Im Unterschied zu marktüblichen Kartenterminals fallen kaum Anschaffungs- oder Betriebskosten an. Auch die bislang häufig intransparenten Vertrags- und Kostenbedingungen für Händler gehören mit SumUp der Vergangenheit an. Überzeugt hat uns von Anfang an die einfache Implementierung für Händler und die intuitive Benutzerführung. Die Hemmschwelle, SumUp zu nutzen, fällt damit sehr gering aus. Die Anreize, den Service zu nutzen, sind umso höher. Deswegen sehen wir ein großes Potenzial, in einem Zukunftsmarkt entscheidend Fuß zu fassen.

Wie immer gibt es aber natürlich Unwägbarkeiten und Herausforderungen, die jetzt so noch gar nicht offen zu Tage treten. Es wird ohne Frage ein harter Kampf, sich auf diesem Markt durchzusetzen. Man wird einen langen Atem benötigen. Daher hat uns neben den guten Aussichten – wie schon bei der Entscheidung, in yuilop zu investieren – das exzellente Team überzeugt. Im Mittelpunkt steht mit Daniel Klein ein sehr erfahrener und tatkräftiger Unternehmer, der bereits mit der Gründung des Online-Payment-Anbieters Moneybookers von sich Reden gemacht hat und über eine großartige Expertise verfügt. Wir freuen uns in jedem Fall auf die Zusammenarbeit in einem unheimlich dynamischen Markt, in dem es in den nächsten Jahren sicherlich nicht langweilig werden wird. Im Gegenteil.

Aber natürlich interessiert mich auch, was Ihr denkt. Welche Herausforderungen und Chancen seht Ihr? Ich freue mich über die Diskussion.



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